Knappe Entscheidung bei der Präsidentenwahl in Brasilien
Ein Kopf-an-Kopf-Rennen
In Brasilien steht die Stichwahl für das Präsidentenamt bevor. Die Kandidaten sind der amtierende Präsident Lula da Silva und Flávio Bolsonaro. Beide liegen in den Umfragen fast gleichauf. Vor vier Jahren gewann Lula knapp gegen Flávio Bolsonaros Vater, Jair Bolsonaro. Jetzt ist die Situation ähnlich spannend. Einige Umfragen sehen Flávio Bolsonaro leicht vorn, andere zeigen ein Unentschieden.
Kundgebungen und Wahlkampf
Nach dem ersten Wahlgang führte Flávio Bolsonaro überraschend. Doch Lula da Silva konnte mit großen Kundgebungen und einer starken Präsenz in sozialen Medien wieder aufholen. Bolsonaro hatte seinen Wahlkampf zunächst reduziert, was sich als Fehler herausstellte. Jetzt mobilisiert auch er seine Anhänger für Kundgebungen vor der Stichwahl am 25. Oktober.
Polarisierung im Land
Brasilien ist politisch stark gespalten. Seit Jahren gibt es einen Konflikt zwischen Lulas linkem Lager und dem ultrarechten Lager der Bolsonaros. Diese Polarisierung hat dazu geführt, dass gemäßigtere Parteien an Bedeutung verloren haben. Experten sagen, dass soziale Medien diese Spaltung noch verstärken, weil sie Konflikte belohnen.
Die TV-Duelle entscheiden
Am Sonntag fand das erste TV-Duell zwischen den Kandidaten statt. Ein weiteres folgt zwei Tage vor der Wahl. Experten glauben, dass diese Debatten entscheidend sein werden. Die Kandidaten müssen ruhig bleiben und Provokationen vermeiden. Die Inhalte spielen dabei eine untergeordnete Rolle.