Candida albicans: Ein harmloser Pilz mit gefährlicher Wirkung auf Hautkrebs
Ein alltäglicher Begleiter
Der Hefepilz Candida albicans ist ein normaler Bestandteil unseres Körpers. Er lebt auf der Haut, im Mund, im Darm und in anderen Bereichen. Bei den meisten Menschen verursacht er keine Probleme. Doch wenn das Immunsystem geschwächt ist, kann er Infektionen auslösen.
Eine überraschende Entdeckung
Forscher der Universität des Baskenlands haben herausgefunden, dass Candida albicans Hautkrebs verschlimmern kann. Hautkrebs, auch Melanom genannt, ist eine aggressive Krebsart. Der Pilz macht die Krebszellen mobiler und fördert die Bildung von Metastasen. Metastasen sind Tochtergeschwüre, die in anderen Organen wie der Leber entstehen.
Wie der Pilz den Krebs beeinflusst
Die Wissenschaftler fanden heraus, dass der Pilz den Stoffwechsel der Krebszellen verändert. Er aktiviert bestimmte Gene, die das Wachstum und die Ausbreitung des Krebses fördern. Besonders wichtig ist ein Gen, das die Produktion des Wachstumsfaktors VEGF anregt. Dieser Faktor hilft dem Krebs, neue Blutgefäße zu bilden und sich besser mit Nährstoffen zu versorgen.
Experimente mit Mäusen
In Versuchen mit Mäusen zeigte sich, dass Krebszellen, die mit Candida in Kontakt kamen, mehr Metastasen bildeten. Das bestätigt, dass der Pilz die Aggressivität des Hautkrebses erhöht. Diese Erkenntnis ist wichtig, weil sie neue Möglichkeiten für die Behandlung von Hautkrebs eröffnet.
Neue Ansätze für die Therapie
Die Forscher hoffen, dass man in Zukunft Medikamente gegen Candida albicans einsetzen kann, um Hautkrebs zu bekämpfen. Das wäre eine ergänzende Therapie zu den bestehenden Behandlungen. Die Studie zeigt, wie wichtig es ist, das Mikrobiom des Menschen besser zu verstehen.