Dara siegt beim Eurovision Song Contest: Bulgariens Triumph und die Highlights des 70. ESC
Daras spektakulärer Sieg
Der Eurovision Song Contest (ESC) 2026 in Wien endete mit einem überraschenden Sieger: Die bulgarische Sängerin Dara gewann mit ihrem Lied „Bangaranga“. Ihr Auftritt begann unspektakulär auf Stühlen, doch dann erwachte die Bühne zum Leben. Mit einem tanzbaren Rhythmus und einer einzigartigen Choreografie überzeugte Dara sowohl die nationalen Jurys als auch das internationale Publikum. 35 Länder stimmten ab, und Dara setzte sich durch.
Die Platzierungen und Reaktionen
Israel erreichte den zweiten Platz, gefolgt von Rumänien, Australien und Finnland. Besonders bemerkenswert: Israel erhielt die meisten Punkte vom deutschen Publikum. Deutschland landete mit nur 12 Punkten auf Platz 23, während das Vereinigte Königreich den letzten Platz belegte. Die deutsche Teilnehmerin Sarah Engels zeigte sich trotz des schlechten Abschneidens sportlich und feierte bis in die frühen Morgenstunden auf der Aftershowparty.
70 Jahre ESC: Vielfalt und Showeffekte
Der ESC feierte dieses Jahr sein 70-jähriges Jubiläum. 25 Länder traten im Finale in der Wiener Stadthalle an, die mit 16.000 Zuschauern gefüllt war. Die musikalische Vielfalt reichte von Rap in Landessprache aus Moldawien über Garage-Rock aus Norwegen bis hin zu Ethnopop aus Kroatien. Die meisten Acts setzten auf spektakuläre Bühnenshows mit Pyrotechnik und Lichteffekten. Ruhigere Songs fanden weniger Anklang beim Publikum.
Politische Kontroversen rund um den ESC
Trotz des betont unpolitischen Charakters des ESC gab es auch in diesem Jahr politische Diskussionen. Besonders die Teilnahme Israels sorgte für Kritik. Fünf Länder – Slowenien, Spanien, Irland, die Niederlande und Island – boykottierten den Wettbewerb aus Protest gegen Israels Vorgehen im Gazastreifen. Die European Broadcasting Union (EBU) hielt jedoch an Israels Teilnahme fest, was zu der niedrigsten Teilnehmerzahl seit 2004 führte.