Die Austrocknung des Aralsees
Ein großer See verschwindet
Der Aralsee in Asien war früher einer der größten Seen der Welt. Heute ist er fast verschwunden. Es gibt nur noch zwei kleinere Seen: den Westlichen und den Nördlichen Aralsee. Der Rest ist Wüste geworden.
Früher lebten Nomaden am Aralsee. Später kam die Gegend unter russische Herrschaft. Heute gehört der nördliche Teil zu Kasachstan und der südliche zu Usbekistan. Der See war früher voller Leben. Es gab viele Fische, Vögel und andere Tiere. Heute ist die Gegend sehr trocken und salzig.
Warum trocknete der See aus?
Der Aralsee bekam sein Wasser aus zwei Flüssen: dem Amu Darya und dem Syr Darya. In der Zeit der Sowjetunion nahmen die Menschen viel Wasser aus diesen Flüssen. Sie wollten damit Wüsten bewässern und Pflanzen wie Baumwolle anbauen. Diese Pflanzen brauchen viel Wasser. Ein Fachmann warnte schon früh, aber niemand hörte auf ihn.
Die Situation heute
Heute ist der Aralsee nur noch ein Zehntel so groß wie früher. Das Wasser ist sehr salzig, und es leben kaum noch Tiere darin. Die neue Wüste heißt Aralkum. Sie ist giftig, weil die Menschen früher Pflanzengifte benutzt haben. Seit 2013 wird der See nicht mehr kleiner. Ein Damm hilft, Wasser im Nördlichen Aralsee zu halten. Aber der Westliche Aralsee wird wohl nicht mehr wachsen.