Die Raumsonde Psyche und ihre spektakulären Marsaufnahmen
Der Vorbeiflug am Mars
Die NASA-Raumsonde Psyche hat auf ihrem Weg zum Asteroiden (16) Psyche einen wichtigen Zwischenstopp eingelegt: den Mars. Am 15. Mai 2026 flog sie in einem Abstand von nur 4609 Kilometern am roten Planeten vorbei. Dabei nutzte sie die Schwerkraft des Mars, um ihre Geschwindigkeit um 450 Meter pro Sekunde zu erhöhen. Dieses Manöver, Swing-by genannt, hilft der Sonde, ihr Ziel schneller und treibstoffsparender zu erreichen.
Beeindruckende Bilder und wissenschaftliche Experimente
Während des Vorbeiflugs machte die Raumsonde spektakuläre Aufnahmen des Mars. Die Bilder zeigen Details der Oberfläche, wie das Einschlagbecken Isidis Planitia und die Große Syrte. Besonders eindrucksvoll sind die Aufnahmen der Eiskappe am Südpol des Mars. Die Sonde suchte auch nach neuen Monden und einem möglichen Staubring, fand jedoch keine Hinweise darauf.
Die Kameras der Sonde, genannt Psyche Multispectral Imager (PMI), sind mit neun Farbfiltern ausgestattet und können Bilder vom blauen Licht bis ins nahe Infrarot aufnehmen. Diese Aufnahmen helfen den Wissenschaftlern, die geologischen Strukturen des Mars besser zu verstehen. Zusätzlich wurden Instrumente wie das Gammastrahlen-Neutronen-Spektrometer und das Magnetometer genutzt, um Daten zu sammeln.
Die Reise geht weiter
Nach dem erfolgreichen Vorbeiflug am Mars wird die Raumsonde Psyche nun weiter zu ihrem Hauptziel fliegen: dem Asteroiden (16) Psyche. Dieser Asteroid ist besonders interessant, weil er vermutlich zu einem großen Teil aus metallischem Eisen besteht. Die Wissenschaftler vermuten, dass es sich um den freigelegten Kern eines früheren Planeten handeln könnte. Die Ankunft bei Psyche ist für August 2029 geplant. Bis dahin wird die Sonde regelmäßig überprüft und ihre Bahn angepasst.