Die Schufa und ihre umstrittene Schattendatenbank
Die Rolle der Schufa
Die Schufa ist eine Auskunftei in Deutschland. Sie sammelt Daten über die finanzielle Situation von Verbrauchern. Banken, Telekommunikationsfirmen und andere Unternehmen nutzen diese Daten, um die Kreditwürdigkeit von Menschen zu prüfen. Die Schufa hilft also dabei, zu entscheiden, ob jemand einen Kredit bekommt oder einen Vertrag abschließen kann.
Die geheime Schattendatenbank
Neben den offiziellen Daten gibt es bei der Schufa eine zweite, geheime Datenbank. Diese enthält veraltete Informationen über Millionen Verbraucher. Dazu gehören alte Kredite, Schulden und sogar Privatinsolvenzen. Viele dieser Daten sind Jahre alt. Die Betroffenen wissen oft nichts davon. Sie denken, dass diese Daten längst gelöscht wurden. Doch die Schufa speichert sie weiter.
Rechtliche Bedenken
Nach europäischem Datenschutzrecht gibt es ein "Recht auf Vergessenwerden". Das bedeutet, dass alte Daten nach einer bestimmten Zeit gelöscht werden müssen. Die Schufa sieht das anders. Sie glaubt, dass sie die Daten für Tests und Kontrollen nutzen darf. Datenschützer und Juristen sind alarmiert. Sie sagen, dass die Speicherung dieser Daten nicht rechtens ist. Besonders problematisch ist, dass die Daten an Unternehmen weitergegeben werden.
Mögliche Folgen für Verbraucher
Die alten Daten können großen Schaden anrichten. Wenn Unternehmen diese Daten nutzen, können sie falsche Entscheidungen treffen. Zum Beispiel könnte jemand keinen Kredit bekommen, obwohl er seine Schulden längst bezahlt hat. Verbraucherschützer warnen auch vor Datenmissbrauch. Sie fordern, dass die Schufa die Daten löscht und die Verbraucher besser informiert.