Einschnitte bei der Solarförderung: Regierung plant Reform des EEG
Änderungen bei der Solarförderung
Die Bundesregierung plant eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Besonders betroffen sind kleine Solaranlagen bis 25 Kilowatt. Die Förderung für neue Anlagen soll gestrichen werden. Das Bundeswirtschaftsministerium argumentiert, dass die Preise für Solaranlagen und Speicher stark gesunken sind. Viele Anlagen seien bereits ohne Förderung wirtschaftlich, wenn der Strom selbst genutzt wird.
Neue Regeln für Stromverkauf
Bisher bekamen Hausbesitzer eine feste Vergütung, wenn sie ihren Strom ins Netz einspeisten. In Zukunft soll das komplizierter werden. Betreiber müssen sich selbst einen Abnehmer über eine Strombörse suchen. Außerdem dürfen sie nur noch die Hälfte ihres Stroms einspeisen. Für kleine Anlagen bis sieben Kilowattstunden wird zudem ein smarter Stromzähler Pflicht. Das könnte zusätzliche Kosten verursachen.
Kritik von Verbänden und Politik
Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) warnt vor den Folgen. Ohne Förderung und mit neuen Auflagen könnte die Bürger-Energiewende zum Erliegen kommen. Auch die Grünen kritisieren die Pläne scharf. Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge spricht von einem "Solarkiller". Viele Eigenheimbesitzer könnten sich Solaranlagen dann nicht mehr leisten. Energiepolitiker Michael Kellner betont, dass die Solarförderung eine Erfolgsgeschichte sei und Millionen Bürger investiert hätten.