Festnahme nach Anschlag auf Nord-Stream-Pipelines
Die Explosionen im September 2022
Im September 2022 gab es mehrere Explosionen an den Nord-Stream-Gasleitungen in der Ostsee. Die Leitungen, die Gas von Russland nach Europa transportieren sollten, wurden schwer beschädigt. Durch die Explosionen trat viel Gas aus und verursachte große Blasen an der Wasseroberfläche nahe der dänischen Insel Bornholm.
Festnahme eines Verdächtigen
Knapp vier Jahre nach den Anschlägen hat die Polizei einen zweiten Verdächtigen festgenommen. Der ukrainische Staatsbürger Wolodymyr Z. wurde in der kroatischen Stadt Pula gefasst. Er steht im Verdacht, an den Explosionen beteiligt gewesen zu sein. Die Ermittler glauben, dass er als ausgebildeter Taucher Sprengsätze an den Pipelines angebracht hat. Die Festnahme erfolgte aufgrund eines Europäischen Haftbefehls.
Hintergrund der Tat
Die Gruppe, zu der Wolodymyr Z. gehört haben soll, bestand aus mehreren Berufstauchern, einem Bootsführer und einem Sprengstoffexperten. Sie nutzten eine Segeljacht, die in Rostock gemietet wurde. Mit dieser Jacht transportierten sie den Sprengstoff zu den Pipelines. Die Sprengsätze wurden mit Zeitzündern versehen und am Meeresgrund befestigt.