EU verschärft Regeln gegen Greenwashing
Was ändert sich für Verbraucher?
Ab heute gelten in der EU strengere Regeln gegen Greenwashing. Greenwashing bedeutet, dass Firmen ihre Produkte umweltfreundlicher darstellen, als sie wirklich sind. Auf Verpackungen und in der Werbung sind jetzt allgemeine Begriffe wie „grün“ oder „nachhaltig“ verboten. Diese Wörter dürfen nur noch verwendet werden, wenn sie klar bewiesen sind. Auch der Begriff „klimaneutral“ ist eingeschränkt. Firmen dürfen ihn nicht mehr nutzen, wenn sie nur Bäume pflanzen, um CO₂ auszugleichen.
Warum gibt es Kritik?
Viele Unternehmen unterstützen das Ziel der Richtlinie. Sie sagen: Es ist gut, dass alle Firmen die gleichen Regeln einhalten müssen. Aber einige Unternehmen haben Probleme mit der Umsetzung. Sie wissen nicht genau, was erlaubt ist und was nicht. Besonders betroffen sind Produkte, die schon in den Läden liegen. Sie dürfen vielleicht nicht mehr verkauft werden, weil die Verpackungen gegen die neuen Regeln verstoßen. Der Handelsverband Deutschland schätzt, dass etwa 300 Millionen Produkte in Deutschland betroffen sind.
Was passiert mit den Siegeln?
Viele Siegel, die Nachhaltigkeit versprechen, sind jetzt verboten. Erlaubt sind nur noch Siegel, die von offiziellen Stellen oder durch externe Prüfungen vergeben werden. Das Europäische Verbraucherzentrum begrüßt diese Änderung. Viele Verbraucher können nicht erkennen, ob ein Siegel wirklich geprüft ist oder nur Werbung.