Systematische Kritik: Wie die FIFA unter Beschuss gerät
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Systematische Kritik: Wie die FIFA unter Beschuss gerät

Die Haltung der Europäischen Kommission

Glenn Micallef, Kommissar für Generationengerechtigkeit, Jugend, Kultur und Sport in der Europäischen Kommission, übt scharfe Kritik an der FIFA. Die Pläne des Weltfußballverbands, 20 Prozent der kommerziellen Rechte an der Weltmeisterschaft an private Investoren zu veräußern, bezeichnet er als weiteren Schritt in einer Reihe problematischer Führungsentscheidungen. Micallef betont, dass solche Maßnahmen den Fußball übermäßig kommerzialisieren und dessen Integrität untergraben. Für ihn steht fest: Der Fußball gehört den Fans und darf nicht zum Spekulationsobjekt werden.

UEFA und die Forderung nach Konsequenzen

Die UEFA, vertreten durch ihren Präsidenten Aleksander Čeferin, positioniert sich klar gegen die FIFA-Führung unter Gianni Infantino. Der europäische Fußballverband prüft nicht nur eine Strafanzeige gegen Infantino, sondern kündigt auch an, bei der nächsten FIFA-Wahl 2027 einen Gegenkandidaten aufzustellen. Diese Schritte sind Teil einer breiteren Bewegung, die die Legitimität der aktuellen FIFA-Führung infrage stellt. Neben der UEFA hat auch die Menschenrechtsorganisation FairSquare eine Beschwerde mit 100.000 Unterstützern bei der FIFA-Ethikkommission eingereicht.

Ethische Vorwürfe und politische Verstrickungen

Die Vorwürfe gegen Infantino sind vielfältig und schwerwiegend. Ihm wird vorgeworfen, in mindestens acht Fällen gegen die Ethikregeln der FIFA verstoßen zu haben. Dazu zählen nicht nur die Pläne zur Teilprivatisierung der WM, sondern auch die Aufhebung einer Sperre gegen den US-Nationalspieler Folarin Balogun. Besonders brisant sind die Vorwürfe im Zusammenhang mit seinem Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump. FairSquare wirft Infantino vor, seine Macht missbraucht und gegen die Pflicht zur politischen Neutralität verstoßen zu haben, um sich bei Trump einzuschmeicheln.

Juristische und wettbewerbsrechtliche Dimensionen

Die Doppelrolle der FIFA als Ausrichter von Wettbewerben und globaler Regulierungsbehörde wirft seit Langem Fragen nach möglichen Interessenkonflikten auf. Die Europäische Kommission prüft bereits eine Beschwerde des Dachverbands der europäischen Profiligen, die der FIFA vorwirft, ihre marktbeherrschende Stellung zu missbrauchen. Micallef schließt weitere Schritte der EU nicht aus, betont jedoch seine Präferenz für einen lösungsorientierten Dialog. Die Autonomie des Sports entbindet diesen nicht von der Einhaltung rechtlicher Verpflichtungen, insbesondere im Bereich des Wettbewerbsrechts.

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Quiz

Mehrere Antworten pro Frage können richtig sein.

  1. 1. Wie bewertet Glenn Micallef die Pläne der FIFA, Anteile an der Weltmeisterschaft zu verkaufen?
  2. 2. Welche Maßnahmen plant die UEFA gegen die FIFA-Führung?
  3. 3. Welche Vorwürfe werden gegen Gianni Infantino erhoben?
  4. 4. Warum könnte die Europäische Kommission gegen die FIFA vorgehen?
  5. 5. Was sagt Micallef über die Autonomie des Sports?
  6. 6. Welche Rolle spielt FairSquare in der Kritik an der FIFA?

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