Gift als Betäubungsmittel: Eine Entdeckung aus dem alten China
Die Entdeckung der alten Schere
Vor etwa 600 Jahren lebte in China ein Arzt namens Xia Quan. Er arbeitete in der Ming-Dynastie. In seinem Grab fanden Forscher eine Schere und eine Zange. Diese Werkzeuge benutzte er für Operationen. Auf den Werkzeugen entdeckten die Forscher ein Gift. Das Gift heißt Aconitin und kommt von der Eisenhut-Pflanze.
Ein gefährliches Betäubungsmittel
Aconitin ist ein sehr starkes Gift. Es kann aber auch Schmerzen nehmen. Die alten Ärzte wussten, dass das Gift gefährlich ist. Sie machten es schwächer, indem sie es mit Urin mischten oder mit Essig kochten. So konnten sie es als Betäubungsmittel benutzen. Das half den Patienten bei Operationen.
Wie fanden die Forscher das heraus?
Die Forscher benutzten eine spezielle Methode. Sie heißt Stimulierte Raman-Streuung (SRS) Mikroskopie. Mit dieser Methode konnten sie die kleinen Reste des Gifts auf den Werkzeugen sehen. Das ist ein wichtiger Fund. Es zeigt, dass die Ärzte in der Ming-Dynastie schon fortschrittliche Methoden kannten.