Frankreich kämpft gegen verheerende Waldbrände bei Bordeaux
Ausmaß der Waldbrände
Im Südwesten Frankreichs wüten seit Tagen schwere Waldbrände. Besonders betroffen ist die Region um die Großstadt Bordeaux. Die Feuer haben bereits eine Fläche von 22.000 Hektar zerstört. Über 140.000 Menschen mussten evakuiert werden. Die französische Regierung hat den Einsatz des Militärs angeordnet, um die Feuerwehr zu unterstützen.
Evakuierungen und Maßnahmen
Die Behörden haben erste Vororte von Bordeaux evakuiert, da sich die Flammen der Stadt nähern. Auf der Halbinsel Cap Ferret wurden alle 44.000 Einwohner und Urlauber in Sicherheit gebracht. Viele verließen das Gebiet mit Booten über das Becken von Arcachon. Die Luftqualität hat sich stark verschlechtert, weshalb 1,5 Millionen FFP2-Masken verteilt werden.
Ursachen und Ermittlungen
Die Staatsanwaltschaft untersucht die Ursachen der Brände. Eine mögliche Ursache könnte eine Freischneidemaschine sein, die bei Arbeiten an einer Hochspannungsleitung eingesetzt wurde. Zudem ermittelt die Polizei gegen zwei Männer, die im Wald geraucht haben. Insgesamt kämpfen die Einsatzkräfte gegen 32 aktive Waldbrände.
Internationale Hilfe und historische Dimension
Frankreich hat die EU um Hilfe gebeten. Innenminister Laurent Nuñez betonte, dass das Land noch nie zuvor Brände in diesem Ausmaß erlebt habe. Seit Jahresbeginn sind bereits über 50.000 Hektar Wald verbrannt – fast dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum.