Huda Khayti: Gerechtigkeit für Syrien
Ein Leben zwischen Verlust und Hoffnung
Huda Khayti ist eine syrische Frauenrechtsaktivistin. Sie hat in Ost-Ghouta einen Chemiewaffenangriff des Assad-Regimes überlebt. Ihr Bruder wurde durch Bomben getötet. Ihr Zuhause und ihre Frauenzentren wurden zerstört. 2018 musste sie nach Idlib fliehen. Heute pendelt sie zwischen Idlib und Duma und baut dort ein neues Frauenzentrum auf. "Ghouta bedeutet mir emotional sehr viel", sagt sie. Doch die Spuren des Krieges sind überall sichtbar.
Ein symbolisches Urteil
Ein Gericht in Damaskus hat den früheren syrischen Herrscher Baschar al-Assad in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Das Urteil umfasst Verbrechen wie vorsätzlichen Mord, Folter und Freiheitsberaubung. Viele Menschen in Syrien freuen sich über das Urteil. "Die Verurteilung von Assad ist natürlich erstmal gut", sagt Khayti. Doch Assad lebt in Russland und wird wahrscheinlich nicht bestraft.
Die Herausforderungen der Übergangsjustiz
Die Aufarbeitung der Verbrechen in Syrien ist komplex. Es geht nicht nur um die Verurteilung von Tätern, sondern auch um die Suche nach Vermissten und die Unterstützung der Opfer. Huda Khayti betont: "Wir müssen die jüngeren Menschen informieren, damit die Erinnerung nicht erlischt." Sie will, dass auch diejenigen bestraft werden, die an den Verbrechen beteiligt waren, nicht nur die Hauptverantwortlichen.