Gewalt gegen Indigene in Brasilien nimmt zu
Viele Morde und Gewalt
In Brasilien gibt es immer mehr Gewalt gegen indigene Menschen. Im Jahr 2025 wurden mindestens 258 Indigene ermordet. Das sind 22 Prozent mehr als im Jahr davor. Besonders betroffen sind die Bundesstaaten Roraima, Amazonas und Mato Grosso do Sul. Dort passieren viele Morde, Bedrohungen und Angriffe. Viele Indigene leben in Angst.
Streit um Land
Die Gewalt hat oft mit Landkonflikten zu tun. Indigene Völker haben laut der brasilianischen Verfassung das Recht auf ihr traditionelles Land. Aber viele Gebiete sind noch nicht offiziell anerkannt. Farmer, Goldsucher und Holzfäller dringen in diese Gebiete ein. Sie wollen das Land für sich nutzen. Die Indigenen wehren sich und fordern Schutz. Aber die Verfahren zur Anerkennung der Gebiete dauern oft Jahre.
Probleme trotz Gesetzen
Die brasilianische Verfassung schützt indigene Gebiete seit 1988. Aber in der Praxis gibt es viele Probleme. Viele Gebiete warten noch auf Anerkennung. Ohne offizielle Papiere ist es schwer, die Indigenen zu schützen. Illegale Eindringlinge kommen oft zurück, selbst wenn der Staat sie einmal vertrieben hat. Die Indigenen fühlen sich vom Staat im Stich gelassen.