Bild: William Hodges · Quelle · Public domain
James Cooks gescheiterte Suche nach der Nordwestpassage
Die Mission von James Cook
Im 18. Jahrhundert suchte der britische Kapitän James Cook nach der Nordwestpassage. Diese Passage sollte einen kurzen Handelsweg nach Asien ermöglichen. Viele glaubten damals, dass das Nordmeer eisfrei sei. Im Mai 1778 erreichte Cook mit seinen Schiffen, der HMS Resolution und der HMS Discovery, den Prinz-William-Sund in Alaska. Doch statt eines offenen Meeres fand er nur Eis vor.
Die Enttäuschung in Alaska
Cook und seine Mannschaft waren zunächst optimistisch. Doch schnell wurde klar, dass das Eis ihnen den Weg versperrte. Mehrfach stießen sie auf Gletscher und Eisberge. Schließlich mussten sie die Suche aufgeben und traten den Rückweg an. Die Hoffnung auf eine eisfreie Nordwestpassage war damit zerstört. Die Reise endete ohne Erfolg, aber mit wichtigen Erkenntnissen über die Arktis.
Ein Buch über die Reise
Der amerikanische Journalist Hampton Sides hat die Geschichte von Cooks letzter Reise in seinem Buch Cooks letzte Reise aufgeschrieben. Sides reiste selbst an viele Orte, die Cook besucht hatte. Er nutzte nicht nur englische Berichte, sondern auch Geschichten der Einheimischen. So entstand ein umfassendes Bild der Expedition.
Cooks Vermächtnis und Kritik
Heute wird James Cook oft kritisch betrachtet. Obwohl er ein Entdecker war, gilt er für viele als Symbol des Kolonialismus. Besonders in Neuseeland und Alaska sieht man die negativen Folgen der europäischen Ankunft. Cook war jedoch bekannt für seinen Respekt gegenüber indigenen Völkern. Auf seiner letzten Reise änderte sich sein Verhalten. Er wurde herrischer und unberechenbar. Vielleicht führte diese Veränderung sogar zu seinem Tod auf Hawaii im Jahr 1779.