Neandertaler: Erste Zahnbehandlung der Geschichte
Ein besonderer Zahnfund
In Sibirien haben Wissenschaftler einen Backenzahn eines Neandertalers gefunden. Der Zahn ist etwa 59.000 Jahre alt. Das Besondere daran: Der Zahn hat ein Loch, das nicht von Karies kommt. Die Forscher glauben, dass ein Neandertaler das Loch selbst gemacht hat, um den Zahn zu behandeln. Das zeigt, dass Neandertaler medizinisches Wissen hatten.
Wie haben die Neandertaler den Zahn behandelt?
Die Wissenschaftler untersuchten den Zahn mit modernen Methoden. Sie fanden heraus, dass das Loch mit einem spitzen Steinwerkzeug gemacht wurde. Die Neandertaler haben wahrscheinlich den kranken Teil des Zahns entfernt, um die Schmerzen zu lindern. Das war ein schwieriger und schmerzhafter Eingriff.
Was bedeutet das für die Forschung?
Früher dachte man, dass nur der moderne Mensch medizinisches Wissen hatte. Aber dieser Fund zeigt, dass auch Neandertaler kranke Zähne behandeln konnten. Sie waren klüger und geschickter, als viele dachten. Vielleicht haben sie sogar anderen in ihrer Gruppe geholfen, wenn diese Zahnschmerzen hatten.