Fußball in Serbien: Zwischen Sport und Politik
Die schwache Leistung der Nationalmannschaft
Die serbische Fußballnationalmannschaft hat in den letzten Jahren wenig Erfolg. Sie scheitert oft schon in der Qualifikation oder in der Vorrunde. Früher spielte sie als "Serbien und Montenegro", heute nur noch als Serbien. Die Fans sind enttäuscht. Bei einem Heimspiel gegen Griechenland kamen nur 6.000 Zuschauer. Das Stadion in Belgrad fasst aber über 50.000 Menschen.
Probleme mit den Fans
Die Fans sind ein großes Problem. Einige von ihnen verhalten sich rassistisch. Bei einem Spiel in der Schweiz versuchten sie, eine albanische Flagge zu verbrennen. Die UEFA hat daraufhin verboten, dass serbische Fans zu zwei Auswärtsspielen kommen. Das nächste Spiel ist gegen Deutschland in München. Viele serbische Fans werden nicht dabei sein.
Fußball und Politik
In Serbien ist Fußball eng mit Politik verbunden. Ein Beispiel ist Ratko Mladić. Er war ein Kriegsverbrecher und wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Als er starb, wurde er in Belgrad mit militärischen Ehren beerdigt. Selbst verfeindete Fangruppen von Roter Stern und Partizan ehrten ihn. Das zeigt, wie gespalten das Land ist. Viele Menschen sind unzufrieden mit der Politik.