Siebenschläfertag: Mythos oder Wissenschaft?
Die Bauernregel zum Siebenschläfertag
Am 27. Juni ist der Siebenschläfertag. Viele Menschen kennen die Bauernregel: „Das Wetter am Siebenschläfertag bleibt sieben Wochen so.“ Diese Regel stammt aus einer Zeit, in der Menschen das Wetter noch nicht wissenschaftlich vorhersagen konnten. Heute wissen wir: Eine Wettervorhersage für sieben Wochen ist nicht zuverlässig. Meteorologen können das Wetter nur für etwa sieben bis zehn Tage sicher vorhersagen.
Woher kommt der Name?
Der Name „Siebenschläfer“ hat nichts mit dem Nagetier zu tun. Er kommt von einer alten Legende. Sieben junge Männer sollen im 3. Jahrhundert in einer Höhle geschlafen haben, um einer Verfolgung zu entgehen. Sie wachten erst nach etwa 200 Jahren wieder auf. Der Gedenktag an diese Legende ist der 27. Juni.
Wie zuverlässig ist die Bauernregel?
Eine Datenauswertung des MDR zeigt: Die Regel trifft nur in etwa 57 Prozent der Fälle zu. Das ist etwas besser als Zufall. In manchen Regionen, wie Potsdam oder Berlin, stimmt die Regel öfter. In anderen Regionen, wie Sylt, trifft sie seltener zu. Besonders bei sonnigem Wetter ist die Regel genauer. Bei Regen funktioniert sie kaum.
Klimawandel und Wettervorhersagen
Der Klimawandel verändert das Wetter. Hitzewellen werden häufiger und stärker. Klimaforscher sagen: Der Klimawandel hat Hitzewellen wärmer gemacht. Aber ob er die Siebenschläferregel zuverlässiger macht, ist unklar. Wissenschaftler forschen noch daran. Eines ist sicher: Wir müssen uns an die Hitze anpassen und besonders ältere Menschen schützen.