Neue Erkenntnisse zum Dunning-Kruger-Effekt
Was ist der Dunning-Kruger-Effekt?
Der Dunning-Kruger-Effekt ist ein bekanntes psychologisches Phänomen. Früher dachte man, dass vor allem Menschen mit wenig Wissen ihre Fähigkeiten stark überschätzen. Menschen mit viel Wissen unterschätzen sich dagegen oft. Viele Studien haben das bestätigt. Doch eine neue Analyse zeigt: Vielleicht ist das falsch.
Fehler in den Studien
Forscher aus England haben die Daten alter Studien noch einmal untersucht. Sie fanden heraus, dass die Ergebnisse oft durch Zufall beeinflusst waren. Manchmal haben Menschen Glück oder Pech mit den Fragen in einem Test. Das kann die Ergebnisse verfälschen. Wenn man diese Zufälle herausrechnet, sieht man: Nicht die Unwissenden überschätzen sich am meisten, sondern die Klügsten.
Warum überschätzen sich Menschen?
Die Forscher erklären, dass Selbstüberschätzung normal ist. Sie kann sogar nützlich sein. Wenn Menschen sich selbst überschätzen, wirken sie kompetenter. Das kann ihnen helfen, in der Gruppe einen höheren Status zu erreichen. Allerdings kann zu viel Selbstüberschätzung auch gefährlich sein, zum Beispiel beim Autofahren oder beim Glücksspiel.