Trumps 5.000-Dollar-Versprechen: Wahlkampfmanöver oder realistische Politik?
Trumps ungewöhnliches Wahlkampfversprechen
Auf dem Parteitag der Republikaner in Dallas hat US-Präsident Donald Trump ein spektakuläres Versprechen gemacht: Sollten die Republikaner bei den anstehenden Kongresswahlen ihre Mehrheit verteidigen, werde jeder erwachsene US-Bürger 5.000 Dollar erhalten. Das Geld müsse allerdings in den USA ausgegeben werden. Trump nutzte die Rede, um vor einem Sieg der „radikal linken Demokraten“ zu warnen und seine Anhänger zu mobilisieren. Obwohl er selbst nicht zur Wahl steht, bat er die Wähler, so zu tun, als stünde er auf dem Wahlzettel.
Wirtschaftliche und rechtliche Bedenken
Experten zeigen sich skeptisch, ob dieses Versprechen umsetzbar ist. Die Kosten würden sich auf über eine Billion Dollar belaufen – eine Summe, die dem gesamten Verteidigungshaushalt der USA entspricht. Zudem verbieten US-Bundesgesetze Ausgaben, die Wahlen beeinflussen könnten. Trump stellte die Zahlung als wirtschaftlichen Anreiz dar, doch Medien wie die New York Times sehen darin einen klaren Versuch, Wähler zu beeinflussen.
Trumps sinkende Umfragewerte
Trumps Popularität ist in den letzten Monaten deutlich gesunken. Nur noch etwa ein Drittel der US-Bürger unterstützt seine Politik. Besonders kritisch werden seine Zollpolitik und der Krieg gegen den Iran gesehen, die zu höheren Lebenshaltungskosten geführt haben. Trump behauptet zwar, dass die Preise nach dem Krieg sinken würden, doch viele Bürger zweifeln daran. Auch innerhalb der Republikanischen Partei gibt es Vorbehalte: Einige Abgeordnete blieben dem Parteitag fern, um nicht mit Trump in Verbindung gebracht zu werden.
Die Rolle der Medien und der Ölpreis
Trumps Rede sollte eigentlich zur besten Sendezeit übertragen werden, doch das Timing war ungünstig. Zeitgleich lief das Eröffnungsspiel der Football-Saison, sodass nur wenige Sender die Rede übertrugen. Zudem stieg der Ölpreis auf über 100 Dollar pro Barrel, was die Benzinpreise in den USA um 40 Prozent erhöhte. Trump versuchte zwar, seine Amtszeit als erfolgreich darzustellen, doch die wirtschaftlichen Probleme überschatten seinen Wahlkampf.