Türkische Regierung geht gegen LGBTQ-Community vor
Razzien und Festnahmen
In der Türkei hat die Polizei am Wochenende Razzien gegen LGBTQ-Aktivisten durchgeführt. Mehrere Menschen wurden festgenommen. Die Regierung begründet diese Aktionen mit dem „Jahrzehnt der Familie“. Dieses Programm soll das traditionelle Familienbild stärken und den Geburtenrückgang stoppen. Viele Menschen kritisieren die Maßnahmen scharf.
Proteste und Unterstützung
In Istanbul gab es Demonstrationen gegen die Festnahmen. LGBTQ-Verbände erklärten, dass es kein Verbrechen sei, sich für Rechte einzusetzen. Auch Frauenrechtsorganisationen unterstützen die LGBTQ-Community. Sie kritisieren die Regierung und sagen, dass diese Aktionen autoritär sind. Über 120 Gruppen haben eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet.
Sperrung von Social-Media-Konten
Neben den Festnahmen wurden auch viele Social-Media-Konten gesperrt. Betroffen sind unter anderem LGBTQ-Vereine und Menschenrechtsorganisationen. Die Regierung begründet dies mit „obszönen Inhalten“ und „nationaler Sicherheit“. Kritiker sprechen von digitaler Zensur.