Ukraine warnt vor Ausweitung der russischen Mobilmachung
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Ukraine warnt vor Ausweitung der russischen Mobilmachung

Selenskyjs Einschätzung der Lage

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor einer möglichen Ausweitung der russischen Mobilmachung gewarnt. Laut Selenskyj bereitet der russische Präsident Wladimir Putin die Rekrutierung weiterer Soldaten für den Krieg gegen die Ukraine vor. Diese Information stammt von ukrainischen Geheimdiensten. Selenskyj betont, dass die russischen Streitkräfte bereits jetzt mehr Soldaten verlieren, als sie neu rekrutieren können. Dennoch plane Putin, die militärischen Angriffe zu verstärken und den Krieg auszuweiten.

Die aktuelle Situation der Rekrutierung

Im Herbst 2022 hatte Putin eine "Teilmobilmachung" angeordnet, die bis heute offiziell in Kraft ist. Unabhängige russische Medien berichten jedoch, dass die Rekrutierung von Zeitsoldaten immer schwieriger wird. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der neuen Vertragssoldaten mehr als halbiert. Viele der neuen Soldaten seien zudem "nicht kampffähig" und fliehen von der Front. Experten des amerikanischen Institute for the Study of War (ISW) gehen davon aus, dass der Kreml alle Voraussetzungen für eine neue Mobilmachung schafft, die Entscheidung dazu aber allein von Putin abhängt.

Fluchtbewegungen und politische Reaktionen

Viele Russen versuchen, einer möglichen Mobilmachung zu entgehen. Wie bereits 2022, als tausende Russen nach Kasachstan und Georgien flohen, steigt nun die Nachfrage nach Mietwohnungen in Armenien. Die Mieten in der armenischen Hauptstadt Jerewan sind um etwa 30 Prozent gestiegen. Viele Russen wollen ihr Land vor den anstehenden Wahlen zur Staatsduma verlassen. Die russische Regierung dementiert jedoch Pläne für eine neue Mobilmachung. Kremlsprecher Dmitrij Peskow erklärte, Selenskyjs Aussagen seien nicht kommentierenswert. Der ehemalige Präsident Dmitrij Medwedew bezeichnete die Gerüchte als "Propaganda vor den Wahlen".

Militärische und strategische Perspektiven

Militärexperte Jan Matwejew bezweifelt die offiziellen Angaben der russischen Regierung zur Zahl der neuen Vertragssoldaten. Seiner Einschätzung nach reichen die aktuellen Rekrutierungszahlen nicht aus, um den Krieg gegen die Ukraine zu gewinnen. Selbst eine neue Mobilmachung würde dies nicht ändern. Matwejew geht davon aus, dass die Stärke der russischen Truppen ohne zusätzliche Mobilmachung allmählich abnehmen wird, da die Verluste an der Front weiter steigen. Putin und seine Regierung halten jedoch an ihrem Ziel fest, die Ukraine vollständig zu besiegen.

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  1. 1. Was sagt Wolodymyr Selenskyj über die Pläne Russlands?
  2. 2. Wie hat sich die Rekrutierung von Zeitsoldaten in Russland entwickelt?
  3. 3. Wohin fliehen viele Russen, um einer Mobilmachung zu entgehen?
  4. 4. Was sagt die russische Regierung über eine neue Mobilmachung?
  5. 5. Was ist die Einschätzung des Militärexperten Jan Matwejew?
  6. 6. Warum steigen die Mieten in Jerewan?

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