UNICEF-Studie zeigt: Deutschland muss mehr für Kinder tun
Deutschland im internationalen Vergleich
Eine aktuelle Studie des UNICEF-Forschungsinstituts Innocenti zeigt: Deutschland liegt beim Wohlbefinden von Kindern nur auf Platz 25 von 37 untersuchten Ländern. Besonders in den Bereichen Kinderarmut, Bildung und Gesundheit schneidet Deutschland schlecht ab. Die Studie untersucht Mitgliedsländer der EU und der OECD.
Kinderarmut bleibt ein großes Problem
Fast jedes fünfte Kind in den untersuchten Ländern lebt in Einkommensarmut. In Deutschland sind es 15 Prozent der Kinder. Dieser Wert stagniert seit Jahren. Besonders alarmierend ist der große Unterschied zwischen Kindern aus armen und reichen Familien. Nur 46 Prozent der Jugendlichen aus benachteiligten Familien erreichen grundlegende Kompetenzen in Lesen und Mathe. Bei Kindern aus wohlhabenden Familien sind es 90 Prozent.
Bildungssystem mit Schwächen
Im Bereich Bildung schneidet Deutschland besonders schlecht ab. Nur 60 Prozent der 15-Jährigen erreichen die Mindestkompetenz in Lesen und Mathematik. Damit liegt Deutschland auf Platz 34 von 41 Ländern mit vergleichbaren Bildungsdaten. Länder wie Irland, Slowenien und Südkorea zeigen, dass bessere Ergebnisse möglich sind, auch mit weniger wirtschaftlichen Ressourcen.
Gesundheit und mentales Wohlbefinden
Im Bereich körperlicher Gesundheit liegt Deutschland im oberen Mittelfeld. Aber auch hier gibt es große Unterschiede zwischen armen und reichen Familien. 79 Prozent der Kinder aus wohlhabenden Familien sind in sehr guter gesundheitlicher Verfassung. Bei den ärmsten Kindern sind es nur 58 Prozent. Beim mentalen Wohlbefinden zeigt sich ein ähnliches Bild. Nur 61 Prozent der Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien berichten von hoher Lebenszufriedenheit.