Altlasten im Meer: Die Bergung von Weltkriegsmunition
Das Problem der Munition im Meer
In der Nordsee und Ostsee liegen etwa 1,6 Millionen Tonnen Munition aus den Weltkriegen. Diese Bomben, Granaten und Minen rosten und werden immer gefährlicher. Sie können explodieren oder giftige Stoffe freisetzen. Das ist eine große Gefahr für die Umwelt und die Menschen.
Erste Schritte zur Lösung
Wissenschaftler vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel haben ein Pilotprojekt in der Lübecker Bucht durchgeführt. Dort haben sie versucht, die Munition zu bergen. Das Projekt zeigte, dass die Technik zum Aufspüren der Bomben gut funktioniert. Aber es gibt noch viele Probleme, besonders beim Transport und der Entsorgung der Munition.
Herausforderungen bei der Bergung
Ein großes Problem ist, dass es nicht genug Plätze gibt, um die Munition sicher zu entsorgen. Viele Bomben müssen deshalb in sogenannten Nasslagern am Meeresgrund gelagert werden. Es fehlen auch Technologien, um große Mengen Munition schnell und sicher unschädlich zu machen. Eine schwimmende Entsorgungsplattform könnte eine Lösung sein, aber sie muss erst noch gebaut werden.
Die Zukunft der Munitionsbergung
Schleswig-Holstein will als erstes Bundesland die Munition in großem Stil bergen. Experten aus Firmen, Forschung und Verwaltung beraten jetzt über den genauen Fahrplan. Die Bergung wird aber viele Jahre dauern. „Die Beseitigung der Munitionsaltlasten ist eine Generationenaufgabe“, sagt Tobias Goldschmidt, Meeresschutzminister von Schleswig-Holstein.