Die Risiken von KI in der wissenschaftlichen Forschung
KI im wissenschaftlichen Alltag
Künstliche Intelligenz (KI) ist aus der modernen Wissenschaft nicht mehr wegzudenken. Eine Umfrage unter über 6000 Forschern in Deutschland zeigt: Mehr als 25 Prozent nutzen KI täglich. Besonders beliebt ist KI bei der Literatursuche und beim Schreiben von Manuskripten. Viele Wissenschaftler sehen in KI nicht nur ein Hilfsmittel, sondern einen gleichwertigen Partner. Sie erwarten, dass KI ihr Forschungsfeld in den nächsten zehn Jahren revolutionieren wird.
Fehler und falsche Informationen
Doch der Einsatz von KI birgt Risiken. KI-Tools wie ChatGPT machen oft Fehler, die sich von menschlichen Fehlern unterscheiden. Zum Beispiel erfindet ChatGPT manchmal wissenschaftliche Quellen, die es gar nicht gibt. Eine Studie zeigt, dass die Erfolgsrate bei der Suche nach relevanten Studien bei unter fünf Prozent liegt. Gleichzeitig liegt das Risiko für erfundene Quellen bei bis zu 91 Prozent. Das ist besonders problematisch, weil Wissenschaft auf Faktentreue und Genauigkeit angewiesen ist.
Qualität und Produktivität
Seit der Einführung von KI hat sich die Anzahl der eingereichten wissenschaftlichen Texte erhöht. Gleichzeitig ist die Qualität oft gesunken. Das Preprint-Archiv »arXiv« berichtet von einer Zunahme der Einreichungen um über 50 Prozent. Gleichzeitig mussten fünfmal so viele Texte abgelehnt werden wie zuvor. Einzelne Forscher profitieren zwar von mehr Veröffentlichungen und Zitaten, aber die Wissenschaft insgesamt leidet unter der sinkenden Qualität.
Ethische und praktische Probleme
KI wirft auch ethische Fragen auf. Zum Beispiel verbrauchen KI-Tools viel Energie. Außerdem können sie Vorurteile aus den Trainingsdaten übernehmen. Eine Studie zeigt, dass KI in Bewerbungsverfahren oft rassistische oder geschlechtsspezifische Vorurteile reproduziert. Zudem gibt es Bedenken beim Datenschutz. Viele KI-Tools laden personenbezogene Daten auf externe Server. Das wirft die Frage auf, ob der Einsatz von KI in der Wissenschaft ethisch vertretbar ist.