Anschlag in Monaco: Wer steckt hinter der Explosion?
Die Explosion und ihre Folgen
Am Abend des 29. Juni ereignete sich in Monaco eine schwere Explosion in einem Wohngebäude. Ein Unbekannter hinterließ einen Rucksack mit einer Bombe in der Lobby. Drei Menschen wurden verletzt: ein Mann, eine Frau und ein 13-jähriger Jugendlicher. Die Frau verlor beide Beine. Der ukrainische Geschäftsmann Wadym Jermolajew erlitt Verbrennungen und Splitterverletzungen. Die Ermittler stufen den Vorfall als versuchten Mord ein.
Die Ermittlungen
Die französische Zeitung Le Figaro berichtet, dass der ukrainische Geheimdienst SBU im Verdacht steht, hinter dem Anschlag zu stecken. Monacos Generalstaatsanwalt Stéphane Thibault bestätigte, dass die Ermittlungen noch andauern. Die Suche nach den Tatverdächtigen läuft auf Hochtouren.
Wer ist Wadym Jermolajew?
Jermolajew ist ein erfolgreicher Unternehmer aus Dnipro in der Ukraine. Er ist Gründer der Firma Alef und investiert vor allem in Immobilien und Bauprojekte. 2020 gehörte er zu den 25 reichsten Männern der Ukraine. Sein Vermögen wurde auf über 200 Millionen US-Dollar geschätzt.
Probleme mit der Ukraine
2017 gab Jermolajew seine ukrainische Staatsbürgerschaft auf und nahm einen zyprischen Pass an. 2023 verhängte die ukrainische Regierung Sanktionen gegen ihn, weil er Geschäfte auf der von Russland besetzten Krim weiterführte. Jermolajew bestreitet die Vorwürfe und sagt, die Sanktionen seien unbegründet.
Mögliche Motive für das Attentat
Die Medien diskutieren verschiedene Motive für den Anschlag. Einige vermuten Verbindungen zu Geschäften in den russisch besetzten Gebieten oder zur russischen Mafia. Andere sehen einen Zusammenhang mit dem Strafverfahren gegen seinen Sohn. Bisher gibt es jedoch keine offiziellen Bestätigungen.