Wenn Trainer krank werden
Vincent Kompany im Krankenhaus
Vincent Kompany ist der Cheftrainer des FC Bayern München. Vor einigen Tagen kollabierte er während des Trainings. Er musste notärztlich versorgt werden und kam ins Krankenhaus. Dort blieb er fünf Tage. Jetzt ist er wieder zu Hause. Die Ärzte diagnostizierten eine Hirnhautreizung. Kompany gab zu, die Warnsignale seines Körpers ignoriert zu haben. Er sagte: „Irgendwann hat mein Körper einfach gesagt: Es reicht!"
Die Krankheit und der Druck
Max Eberl, der Sportvorstand von Bayern, erklärte in der ARD, dass es sich um eine Krankheit handelt. Eine Hirnhautreizung kann unbehandelt zu einer Hirnhautentzündung werden. Eberl betonte, dass die Erkrankung nichts mit dem Druck in der Bundesliga zu tun hat. Jeder Mensch könne daran erkranken. Kompany ist 40 Jahre alt und stammt aus Belgien. Sein Zusammenbruch löste in der deutschen Fußballwelt große Besorgnis aus.
Trainer achten nicht auf sich selbst
Auch andere Trainer sprachen über das Problem. Julian Schuster vom SC Freiburg sagte, Trainer achteten nicht gut auf sich selbst. Frank Wormuth, Ausbilder beim DFB, meinte, viele Cheftrainer könnten nicht loslassen und wollten alles kontrollieren. Für sie sei Erfolg wichtiger als Geld. Trainermentor Cody Royle erklärte, dass Trainer oft ein schlechtes Gespür für ihren eigenen Körper hätten. Sie müssten lernen, Warnsignale zu erkennen, bevor ein Burnout entstehe.