Deutsche Leichtathleten glänzen bei der EM in Birmingham
Historische Bronzemedaille für Owen Ansah
Owen Ansah hat bei der Leichtathletik-EM in Birmingham Geschichte geschrieben. Der deutsche Sprinter gewann Bronze über 100 Meter. Es war die erste Medaille für Deutschland in dieser Disziplin seit 40 Jahren. Ansah lief die Strecke in 10,19 Sekunden und musste sich nur dem neuen Europameister Romell Glave und Jeremiah Azu aus Großbritannien geschlagen geben. Ob Ansah die Medaille behalten darf, ist jedoch unklar, da ihm eine Dopingsperre droht.
Silberjunge Merlin Hummel
Merlin Hummel sicherte sich Silber im Hammerwurf. Mit einer Weite von 81,30 Metern lag er nur hinter dem Ungarn Bence Halász, der 84,25 Meter warf. Hummel ist der erste deutsche Hammerwerfer seit 20 Jahren, der eine EM-Medaille gewann. Sein Vereinskollege Sören Klose wurde Sechster.
Pech im Hürdenlauf
Im 100-Meter-Hürdenlauf gab es für die deutschen Athletinnen Franziska Schuster und Rosina Schneider kein Glück. Schuster stürzte schwer und konnte das Rennen nicht beenden. Schneider verpasste das Finale nur knapp. Europameisterin wurde die Niederländerin Nadine Visser.
Weitere deutsche Erfolge
Jean Paul Bredau qualifizierte sich über 400 Meter für das Finale. Im Weitsprung verletzte sich Simon Batz leider beim Einspringen. Smilla Kolbe lief über 800 Meter eine persönliche Bestzeit und stellte einen neuen deutschen Rekord auf.