Die aufwendige Rettung des Buckelwals Timmy
Timmy strandet in der Ostsee
Ein junger Buckelwal, von den Medien „Timmy“ genannt, strandete Anfang März vor der deutschen Ostseeküste. Der etwa zwölf Meter lange Wal irrte fast vier Wochen in der Wismarer Bucht umher. Oft lag er in flachem Wasser. Experten waren besorgt, weil die Ostsee nicht der natürliche Lebensraum für Buckelwale ist.
Eine umstrittene Rettungsaktion
Eine private Initiative entschied sich, Timmy zu retten. Sie dirigierten den Wal in einen mit Wasser gefüllten Lastkahn. Diese Aktion war unter Experten umstritten. Einige meinten, man solle die Natur ihren Lauf lassen. Trotzdem wurde der Lastkahn mit Timmy durch dänische Gewässer in die Nordsee gezogen.
Die Freilassung in der Nordsee
Am Samstagmorgen verließ Timmy den Lastkahn im Skagerrak, zwischen Dänemark, Norwegen und Schweden. Er schwamm zunächst in Richtung Nordwesten. Das ist der beste Weg, um die norwegische Küste zu erreichen. Die Helfer beobachteten, wie Timmy einen „Blas“ machte – das typische Ausatmen von Walen nach einem Tauchgang. Sein genauer Zustand ist aber noch unklar.
Noch ist Timmy nicht gerettet
Auch nach der Freilassung gilt Timmy nicht als gerettet. Der Walforscher Fabian Ritter erklärt, dass unklar ist, ob Timmy nach der langen Liegezeit noch normal schwimmen und tauchen kann. Die Tierschutzorganisation WDC betont, dass Timmy erst als gerettet gilt, wenn er im Nordatlantik ankommt, sich erholt und wieder selbstständig Nahrung findet.