Messier 3: Ein faszinierender Kugelsternhaufen am Frühlingshimmel
Die beste Zeit für Kugelsternhaufen
Im Mai beginnt die Saison für die Beobachtung von Kugelsternhaufen. Diese beeindruckenden Objekte sind große Ansammlungen von Sternen. Ein besonders schönes Exemplar ist Messier 3. Er steht im Sternbild Jagdhunde und ist schon mit einem Fernglas als runder Nebel zu erkennen. Dank seiner Helligkeit von 6,3 mag ist er relativ leicht zu finden.
Wie findet man Messier 3?
Messier 3 liegt nahe der Grenze zwischen den Sternbildern Jagdhunde und Bärenhüter. Man startet beim hellen Stern Arktur im Bärenhüter. Von dort aus schwenkt man das Fernglas etwa zwölf Grad in nordwestliche Richtung. Unter einem dunklen Himmel sieht man Messier 3 als nebligen Fleck mit einer scheinbaren Größe von einem halben Vollmonddurchmesser.
Was macht Messier 3 besonders?
Messier 3 ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch wissenschaftlich interessant. Mit einem Durchmesser von 180 Lichtjahren gehört er zu den größten Kugelsternhaufen. Er enthält über eine Million Sterne, die etwa zwölf Milliarden Jahre alt sind. Diese Sterne sind Überbleibsel aus der Entstehungszeit unserer Milchstraße. Die Entfernung von 33.000 Lichtjahren macht Messier 3 zu einem der entferntesten Objekte, die man noch mit einem Fernglas sehen kann.
Tipps zur Beobachtung
Für die Beobachtung von Messier 3 sollte man einen dunklen Ort wählen. Künstliche Lichter stören die Sicht. Ab etwa 22:30 Uhr MESZ ist es dunkel genug. Gegen Mitternacht erreicht Messier 3 seine höchste Position am Himmel. Mit einem Teleskop kann man sogar einzelne Sterne im Haufen erkennen. Es lohnt sich, geduldig zu sein und die Schönheit dieses alten Sternhaufens zu genießen.