Die Fußball-WM 2026: Herausforderungen und Neuerungen bei einem historischen Turnier
Ein historisches Turnier mit drei Gastgebern
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird die erste sein, die von drei Ländern gemeinsam ausgetragen wird: den USA, Kanada und Mexiko. Bisher fand das Turnier meist in einem Land statt. Die Zusammenarbeit der drei Länder ist jedoch nicht einfach. Besonders zwischen den USA und Mexiko gibt es politische Spannungen. Die USA planen sogar, Truppen nach Mexiko zu schicken, um gegen Drogenkartelle vorzugehen. Das sorgt für Unmut.
Mehr Mannschaften, mehr Spiele – mehr Chancen?
Mit 48 Mannschaften ist die WM 2026 die größte ihrer Art. Es gibt 104 Spiele, fast doppelt so viele wie bei der WM 2022 in Katar. Die Mannschaften sind in zwölf Gruppen mit je vier Teams aufgeteilt. Die besten zwei jeder Gruppe und die acht besten Drittplatzierten kommen in die K.-o.-Runde. Dadurch haben Länder wie Kap Verde oder Usbekistan zum ersten Mal die Chance, bei einer WM dabei zu sein. Kritiker befürchten jedoch, dass die Qualität der Spiele darunter leiden könnte.
Trinkpausen: Eine Frage der Gesundheit
Die FIFA hat beschlossen, dass es in jedem Spiel Trinkpausen geben wird – unabhängig vom Wetter. Die Pausen finden nach 22 Minuten in jeder Halbzeit statt und dauern drei Minuten. Das ist eine Reaktion auf die hohen Temperaturen, die bei früheren Turnieren in den USA ein Problem waren. Die Pausen sollen den Spielern helfen, genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Allerdings dürfen Fernsehsender in dieser Zeit Werbung zeigen, was bei Fans nicht gut ankommt.
Menschenrechte und hohe Kosten als große Themen
Ein Bericht von Amnesty International warnt vor Menschenrechtsverletzungen während der WM. Besonders in den USA gibt es Kritik an der Arbeit von Einwanderungsbehörden. In Kanada befürchtet man, dass Obdachlose aus den Städten vertrieben werden. Zudem sind die Reisekosten für Fans sehr hoch. Die Städte, in denen gespielt wird, liegen bis zu 4.500 Kilometer auseinander. Auch die Ticketpreise sind ein Problem: Ein Ticket für das Eröffnungsspiel kostet bis zu 3.499 Euro. Die FIFA verteidigt die Preise und verweist auf die hohe Nachfrage.