Die gesellschaftlichen Folgen des 11. Septembers: Obeid Saids Geschichte
Flucht und Neuanfang
Obeid Said kam als Kind aus Afghanistan nach Hamburg. In Deutschland fand er Freiheit und begann ein Pharmaziestudium. Alles schien gut zu laufen, bis die Terroranschläge vom 11. September 2001 die Welt erschütterten.
Ein unerwarteter Besuch
Einige Wochen nach den Anschlägen erhielt Obeid Said Besuch von der Polizei. Die Beamten stellten ihm Fragen zu seiner Religion und ob er Teil einer Terrororganisation sei. Obwohl Obeid Said deutscher Staatsbürger war, wurde er gefragt, ob er in Deutschland bleiben wolle. Er verstand die Welt nicht mehr und fühlte sich plötzlich verdächtigt.
Rasterfahndung und Misstrauen
Nach den Anschlägen suchten die Behörden in Deutschland nach sogenannten "Schläfern". Dafür nutzten sie die Rasterfahndung. Menschen mit bestimmten Merkmalen, wie einer Herkunft aus einem muslimisch geprägten Land, gerieten unter Generalverdacht. Viele Menschen mit Einwanderungsgeschichte spürten, wie sich die Blicke ihrer Mitbürger veränderten. Obeid Said beschrieb diese Zeit als Wendepunkt in seinem Leben.
Langfristige Folgen
Die Stimmung nach dem 11. September hatte langfristige Auswirkungen. Viele Muslime und Menschen mit Migrationshintergrund fühlten sich ausgegrenzt. Obeid Said sieht den 11. September als Beginn einer negativen Entwicklung in Deutschland. Auch heute noch beobachtet er die politische Lage mit Sorge.