Die politischen Verflechtungen zwischen den USA und Brasilien: Trump, die Bolsonaros und die Wahlen
Trumps Verwirrung und die Bolsonaros
US-Präsident Donald Trump hat auf dem G7-Gipfel für Verwirrung gesorgt, als er die Söhne des früheren brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro verwechselte. Trump behauptete, Eduardo Bolsonaro sei verhaftet worden, dabei wurde dieser lediglich wegen Nötigung verurteilt. Flavio Bolsonaro, der älteste Sohn, ist ein aussichtsreicher Kandidat für die Präsidentschaftswahl im Oktober und führt in den Umfragen.
Skandale und sinkende Umfragewerte
Flavio Bolsonaro steht unter Druck, nachdem bekannt wurde, dass er Geld von dem in einen Bankenskandal verwickelten Banker Daniel Vorcaro für einen Film über seinen Vater erhalten hat. Der Film "The Dark Horse" sollte Flavios Wahlkampf unterstützen. Durch die Enthüllungen sank seine Beliebtheit in den Umfragen. Präsident Lula da Silva konnte seinen Vorsprung hingegen ausbauen.
Trumps Einfluss auf Brasilien
Trump hat wiederholt versucht, Einfluss auf die brasilianische Politik zu nehmen. Er bezeichnete die Verurteilung von Jair Bolsonaro als "Hexenjagd" und verhängte Einreiseverbote gegen beteiligte Richter. Zudem unterstützte er die Verhängung von Strafzöllen auf brasilianische Produkte. Historiker Mikael Wolfe von der Stanford University erklärt, dass Trumps Interventionen oft das Gegenteil des Gewünschten bewirken.
Lulas klare Worte
Präsident Lula da Silva hat Trump deutlich gewarnt, sich nicht in die brasilianischen Wahlen einzumischen. Bei einem Treffen im Weißen Haus betonte Lula, dass die Wahlen eine interne Angelegenheit Brasiliens seien. Trotz der angespannten Beziehungen versucht Lula, die diplomatischen Beziehungen zwischen Brasilien und den USA zu verbessern.