Die Straße von Hormus: Vereinbarung zwischen USA und Iran bringt keine schnelle Lösung
Die Bedeutung der Straße von Hormus
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Wasserstraßen für den globalen Ölhandel. Vor dem Krieg zwischen dem Iran und den USA fuhren hier etwa 20 Prozent des weltweiten Öls. Nach einer langen Sperrung haben die USA und der Iran nun eine vorläufige Vereinbarung getroffen. Die Straße soll wieder offen sein, aber viele Probleme bleiben.
Minen und Sicherheitsrisiken
Ein großes Problem sind die Minen, die der Iran möglicherweise im Wasser verlegt hat. Die USA und ihre Verbündeten müssen diese Minen räumen. Das kann mehrere Monate dauern. Bis dahin ist die Durchfahrt für Schiffe sehr riskant. Viele Reeder warten noch ab, weil sie Angst vor Angriffen oder Unfällen haben. Auch die Versicherungen für die Schiffe sind sehr teuer.
Reaktionen der Schifffahrtsbranche
Einige Reedereien haben bereits wieder Schiffe durch die Straße von Hormus geschickt. Aber die meisten warten noch. Der internationale Schifffahrtsverband Bimco sagt, dass die Sicherheitslage instabil ist. Rund 500 Schiffe warten im Persischen Golf auf eine Weiterfahrt. Experten schätzen, dass es bis zu sechs Monate dauern kann, bis die Minen vollständig entfernt sind.
Auswirkungen auf den Ölmarkt und die Wirtschaft
Die Öffnung der Straße von Hormus hat bereits zu sinkenden Ölpreisen geführt. Aber Experten rechnen nicht mit einer schnellen Rückkehr zum Vorkriegsniveau. Die Schäden an Förderanlagen und die Unsicherheit über die Zukunft machen eine schnelle Normalisierung unwahrscheinlich. Für die deutsche Wirtschaft könnte das sinkende Ölpreise bedeuten. Das könnte die Inflation dämpfen und die Kaufkraft stärken. Aber die Konjunktur bleibt schwach.