Schwerer Sicherheitsvorfall: FlyDubai-Flug nach Handgreiflichkeiten im Cockpit notgelandet
Der Flug und der dramatische Zwischenfall
Ein Passagierflug der Billigfluggesellschaft FlyDubai, der heute Morgen von Dubai nach Tel Aviv unterwegs war, musste aufgrund eines schweren Vorfalls im Cockpit in Saudi-Arabien notlanden. Der Flug FZ 1073 startete mit etwa 20-minütiger Verspätung und hatte rund 180 israelische Passagiere an Bord. Etwa zweieinhalb Stunden nach dem Start kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen den beiden Piloten.
Laut Daten des Flugportals FlightRadar24 sank die Boeing 737 MAX innerhalb einer Minute abrupt von 10.000 auf 5.200 Meter. Anschließend flog die Maschine eine Kurve nahe der jordanischen Grenze und kehrte in südlicher Richtung um, bevor sie etwa eine Stunde später in Tabuk landete. Passagiere berichteten von Schreien und Blut im Cockpit. Eine Passagierin schilderte dem Sender N12, sie habe befürchtet, den Vorfall nicht zu überleben.
Die Reaktionen der Passagiere und Behörden
Die israelischen Medien berichteten unter Berufung auf Sicherheitsbeamte, dass der Vorfall auf einen Streit zwischen den Piloten zurückzuführen sei. Es gab zunächst Spekulationen über eine mögliche Entführung, was Israel veranlasste, Kampfflugzeuge aufsteigen zu lassen. Später wurde bekannt, dass ein Pilot den anderen möglicherweise mit einem Messer verletzt habe.
Premierminister Benjamin Netanjahu bestätigte den Vorfall und bezeichnete ihn als „sehr schwerwiegenden Sicherheitsvorfall“. Er erklärte, ein Passagier habe ihm berichtet, wie das Flugzeug zu trudeln begann und in einen Sturzflug geriet. Gemeinsam mit einem Besatzungsmitglied sei es dem Passagier gelungen, in das Cockpit vorzudringen und den Angreifer auszuschalten. Eine weitere Crew habe das Flugzeug schließlich stabilisiert. Netanjahu lobte die „Helden“, die mit „außergewöhnlicher Geistesgegenwart und Wagemut“ gehandelt hätten.
Die Aufklärung des Vorfalls
Die Airline FlyDubai äußerte sich zurückhaltend zu den Ursachen des Vorfalls. Eine Sprecherin erklärte, dass die Teams der Fluggesellschaft eng mit den zuständigen Behörden zusammenarbeiten. Der tatverdächtige Co-Pilot wird derzeit in Saudi-Arabien befragt, während der verletzte Kapitän im Krankenhaus behandelt wird.
Israelische Medien berichteten, der Co-Pilot stamme möglicherweise aus dem Oman, doch diese Information wurde bisher nicht offiziell bestätigt. Zunächst war von einer russischen und ukrainischen Herkunft der Piloten die Rede gewesen.
Historischer Kontext und Sicherheitsmaßnahmen
Israel hat seit den 1960er- und 1970er-Jahren keine Flugzeugentführung mehr erlebt, unterhält jedoch einige der strengsten Sicherheitsvorkehrungen weltweit. Seit der Normalisierung der Beziehungen zu den Vereinigten Arabischen Emiraten im Jahr 2020 sind kommerzielle Flüge zwischen Israel und den VAE möglich geworden, was die VAE zu einem beliebten Reiseziel für israelische Touristen macht.
Vorfälle wie dieser sind selten, doch sie zeigen, wie wichtig strenge Sicherheitsprotokolle und die Zusammenarbeit zwischen Behörden und Fluggesellschaften sind. Der aktuelle Vorfall wird zweifellos zu einer gründlichen Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen führen.