Dynamic Pricing bei der WM: EU-Parlament fordert Regulierung
Dynamic Pricing bei der WM 2026
Die FIFA hat bei der WM 2026 ein System namens Dynamic Pricing eingeführt. Dabei werden die Ticketpreise an die Nachfrage angepasst. Wenn viele Menschen ein Spiel sehen wollen, werden die Tickets teurer. Bei manchen Spielen kosteten die Tickets mehr als 1000 Euro. Trotzdem waren die Stadien meistens gut besucht. Viele Fans und Organisationen finden das unfair.
Die Position des EU-Parlaments
Das EU-Parlament hat mit großer Mehrheit beschlossen, dass die EU-Kommission Regeln gegen Dynamic Pricing prüfen soll. Die Abgeordneten wollen den Verbraucherschutz stärken und den gesellschaftlichen Wert von Sport und Kultur bewahren. Viele Politiker, wie Rasmus Andresen von den Grünen, fordern ein Verbot von Dynamic Pricing bei Live-Sportveranstaltungen.
Kritik an der FIFA
Die FIFA rechtfertigt das Dynamic Pricing. Sie sagt, dass billige Tickets auf dem Zweitmarkt teurer weiterverkauft werden. Außerdem werde mit dem Geld der Fußball weltweit gefördert. Organisationen wie Euroconsumers und Football Supporters Europe (FSE) widersprechen dem. Sie sagen, dass es keinen Wettbewerb gibt und treue Fans keine Alternativen haben. Die Preise steigen nur, es geht um reine Gewinnmaximierung.
Beispiele in Europa
Dynamic Pricing wird nicht nur bei der WM genutzt. In Spanien nutzt der FC Valencia dieses System, und auch in Deutschland wendet der Handball-Bundesligist TBV Lemgo Lippe Dynamic Pricing an. Die UEFA hat jedoch versprochen, dass bei der EM 2028 keine dynamischen Preise verwendet werden.