Ein gigantisches Magma-Reservoir in der Toskana – Chance für die Energiewende
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Ein gigantisches Magma-Reservoir in der Toskana – Chance für die Energiewende

Die Entdeckung unter der Toskana

Forscher der Universität Genf haben in der Toskana ein riesiges Magma-Reservoir entdeckt. Das Reservoir ist etwa 6000 Kubikkilometer groß. Das entspricht dem 120-fachen Volumen des Gardasees. Die Besonderheit: An der Oberfläche sieht man nichts von dem Magma. Es gibt keine Vulkane oder Geysire. Die Forscher nutzten eine spezielle Technik namens "Umweltgeräusch-Tomografie", um das Magma zu finden.

Wie funktioniert die Umweltgeräusch-Tomografie?

Die Forscher stellten 60 Sensoren in der Toskana auf. Diese Sensoren zeichneten Geräusche der Erde auf. Dazu gehören natürliche Geräusche wie Wind und Gezeiten, aber auch menschliche Aktivitäten. Wenn Schallwellen besonders lange brauchen, um von einem Sensor zum nächsten zu kommen, deutet das auf flüssiges Gestein hin. So fanden die Forscher das Magma in 8 bis 10 Kilometern Tiefe.

Warum ist die Entdeckung wichtig?

Das Magma-Reservoir ist eine große Chance für die Energiewende. Die Hitze des Magmas kann zur Gewinnung von Geothermie genutzt werden. Geothermie ist eine erneuerbare Energiequelle, die unabhängig vom Wetter ist. Mit der neuen Technik können Unternehmen leichter Orte finden, an denen sich Bohrungen lohnen. Das Verfahren ist schnell und kostengünstig.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten

Die Umweltgeräusch-Tomografie kann auch helfen, Seltene Erden und Lithium zu finden. Diese Rohstoffe sind wichtig für die Herstellung von E-Auto-Batterien und Computerchips. Bisher kommt ein großer Teil dieser Rohstoffe aus China. Die neue Technik könnte helfen, unabhängiger zu werden.

Ist das Magma gefährlich?

Die Forscher beruhigen: Das Magma stellt keine Gefahr für die Menschen dar. Ein Ausbruch ist zwar möglich, aber erst in geologischen Zeiträumen. Das bedeutet, dass es vielleicht erst in vielen tausend Jahren passiert.

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Quiz

Mehrere Antworten pro Frage können richtig sein.

  1. 1. Was haben die Forscher in der Toskana entdeckt?
  2. 2. Wie groß ist das Magma-Reservoir?
  3. 3. Welche Technik haben die Forscher genutzt?
  4. 4. Warum ist die Entdeckung wichtig für die Energiewende?
  5. 5. Was kann man noch mit der neuen Technik finden?
  6. 6. Ist das Magma gefährlich für die Menschen?
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