Neue Erkenntnisse über den Röntgenhimmel
Die Entdeckung der Röntgenstrahlung
Unser Himmel ist voller unsichtbarer Röntgenstrahlung. Diese Strahlung kommt von verschiedenen Quellen im Weltall, wie Schwarzen Löchern, Neutronensternen und Sternenexplosionen. Aber auch unser eigenes Sonnensystem erzeugt Röntgenstrahlung, die die Beobachtungen der Astronomen stören kann. Diese Störstrahlung entsteht, wenn der Sonnenwind auf Gas in der Heliosphäre trifft.
Das Röntgenteleskop eROSITA
Forscher vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik haben das Röntgenteleskop eROSITA genutzt, um diese Störstrahlung genauer zu untersuchen. Das Teleskop befindet sich weit entfernt von der Erde und kann so ungestört den Himmel beobachten. Mit den Daten von eROSITA konnten die Wissenschaftler die Röntgenstrahlung aus dem Sonnensystem von der kosmischen Strahlung trennen.
Veränderungen im Sonnenzyklus
Die Daten von eROSITA zeigen, wie sich die Röntgenstrahlung im Laufe des Sonnenzyklus verändert. Während des solaren Minimums ist die Strahlung schwach und auf niedrige Breiten beschränkt. Mit zunehmender Sonnenaktivität wird die Strahlung stärker und breitet sich aus. Das liegt daran, dass der langsame Sonnenwind stärker ionisiert ist und mehr Röntgenstrahlung erzeugt als der schnelle Sonnenwind.
Der Helium-Fokussierungskegel
Eine besondere Entdeckung ist der Helium-Fokussierungskegel. Dieser entsteht durch den Teilchenstrom aus dem Zentrum unserer Milchstraße. Die Sonne lenkt diesen Strom ab und erzeugt so eine Zone verstärkter Röntgenstrahlung. Diese Zone bewegt sich spiralförmig zwischen Erde und Mars und ist nur sichtbar, wenn man die Röntgenstrahlung über mehrere Tage mittelt.