Energie im Krieg: Wie die Ukraine mit erneuerbaren Energien überlebt
Die Bedrohung der Energieversorgung
Seit dem Beginn des Krieges greift Russland die Energieinfrastruktur der Ukraine regelmäßig an. Viele Kraftwerke, darunter auch Kernkraftwerke, sind beschädigt oder zerstört. Die Angriffe führen zu häufigen Stromausfällen. Besonders gefährdet sind dabei die Kernkraftwerke, die eine konstante Stromversorgung benötigen, um die Kühlsysteme am Laufen zu halten. Ein Ausfall könnte zu einer nuklearen Katastrophe führen.
Erneuerbare Energien als Lösung
Um die Stromversorgung resilienter zu machen, setzt die Ukraine verstärkt auf erneuerbare Energien. Solaranlagen und Windkraftanlagen sind schwerer anzugreifen als große Kraftwerke. Selbst wenn sie beschädigt werden, können sie schneller und günstiger repariert werden. Experten wie Chris Aylett vom Chatham House betonen, dass es viel mehr Raketen braucht, um die gleiche Strommenge aus erneuerbaren Energien zu zerstören wie aus einem Kohlekraftwerk.
Projekte für mehr Resilienz
Die Organisation Ecoclub spielt eine zentrale Rolle beim Ausbau erneuerbarer Energien. Lena Kondratiuk, eine Projektmanagerin bei Ecoclub, reist durch das ganze Land, um Solaranlagen zu installieren. Besonders wichtig sind diese Anlagen für Krankenhäuser, Schulen und Pflegeheime. In Mykolajiw, einer Stadt nahe der Frontlinie, helfen die Solaranlagen, die Wasserversorgung und lebenswichtige Geräte am Laufen zu halten. Für die Menschen dort sind die Anlagen eine Lebensader.
Lehren für andere Länder
Die Erfahrungen der Ukraine zeigen, wie wichtig Dezentralisierung und Diversifizierung der Energieversorgung sind. Länder mit ähnlichen Risiken können daraus lernen. Wichtig sind: die geografische Streuung der Infrastruktur, ein Mix aus verschiedenen Energiequellen und ausreichende Vorräte an Ersatzteilen. Diese Maßnahmen können helfen, die Stromversorgung auch in Krisenzeiten aufrechtzuerhalten.