Finanzielle Probleme und ihre Auswirkungen auf die Gehirngesundheit
Finanzielle Probleme und Gehirnalterung
Forscher des University College London haben in einer Studie herausgefunden, dass finanzielle Probleme die Gehirnalterung beschleunigen. Menschen mit geringem Einkommen oder dauerhaften Geldsorgen zeigen im Alter schlechtere kognitive Leistungen und haben ein geringeres Gehirnvolumen. Besonders Männer sind von diesen Auswirkungen betroffen.
Die Studie und ihre Methodik
Die Studie basiert auf Daten der britischen 1946er-Kohortenstudie. Diese Studie begleitet über 5000 Menschen, die 1946 geboren wurden. Für die aktuelle Untersuchung wurden 2759 Probanden im Alter von 26, 43 und 53 Jahren zu ihrem Haushaltseinkommen und ihren finanziellen Problemen befragt. Als dauerhaft einkommensschwach galten Personen, die mindestens zweimal zu den untersten 20 Prozent der Einkommen gehörten.
Ergebnisse der kognitiven Tests und Gehirnscans
Die Teilnehmer absolvierten kognitive Tests zu verbalem Gedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit. Zusätzlich wurden bei einigen Teilnehmern MRT-Scans durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen mit dauerhaft niedrigem Einkommen oder finanziellen Problemen im Alter von 53 Jahren schlechter in den Tests abschnitten. Die MRT-Scans zeigten zudem, dass diese Personen ein geringeres Gehirnvolumen und vergrößerte Hirnventrikel hatten.
Gründe für die Auswirkungen
Die Forscher vermuten, dass dauerhafter Stress durch finanzielle Sorgen zu Entzündungen führen kann, die die Gehirnalterung beschleunigen. Zudem könnte der Lebensstil, der mit geringem Einkommen verbunden ist, wie schlechte Ernährung, ebenfalls eine Rolle spielen. Männer sind stärker betroffen, möglicherweise weil sie häufiger schlechte Gewohnheiten wie Rauchen oder starken Alkoholkonsum entwickeln.