Flávio Bolsonaro: Ein neuer Kandidat mit altem Namen
Flávio Bolsonaros Kandidatur
Flávio Bolsonaro, der älteste Sohn des früheren brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, hat seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl im Oktober 2026 bekannt gegeben. Auf einem Parteitag der rechten Liberalen Partei (PL) in São Paulo wurde er offiziell nominiert. Sein Hauptgegner ist der amtierende Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, der bereits zweimal Präsident war (2003–2011 und seit 2023).
Die politische Ausrichtung
Flávio Bolsonaro betont, dass er die Politik seines Vaters fortsetzen möchte. Er bezeichnete Jair Bolsonaro als den "bedeutendsten Führer der Rechten" in der Geschichte Brasiliens. Mit einer großen Schere in der Hand symbolisierte er seine Pläne, die Staatsausgaben zu kürzen. Gleichzeitig warnte er davor, dass Brasilien unter Lula in Richtung einer "Diktatur" abdriften könnte.
Unterstützung aus dem Ausland
Eine besondere Unterstützung erhielt Flávio Bolsonaro von Argentiniens ultraliberalem Präsidenten Javier Milei. Milei reiste eigens nach Brasilien, um bei der Nominierung dabei zu sein. In seiner Rede kritisierte er Lula scharf und forderte ein Ende des "sozialistischen Abschaums" in Lateinamerika. Die Familie Bolsonaro unterhält enge Beziehungen zu politischen Figuren wie dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump.
Herausforderungen im Wahlkampf
Trotz der prominenten Unterstützung steht Flávio Bolsonaro vor großen Herausforderungen. Experten zufolge fehlt ihm die Popularität seines Vaters. Zudem ist das konservative Lager in Brasilien nicht geschlossen hinter ihm vereint. Lula führt derzeit in den Umfragen und könnte bei einer Stichwahl am 25. Oktober erneut gewinnen, falls kein Kandidat im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreicht.