Fleischkonsum und Sterberisiko: Neue Erkenntnisse aus einer Langzeitstudie
Die Cancer Prevention Study-II
Eine große Langzeitstudie der American Cancer Society hat untersucht, wie sich der Konsum von Fleisch auf die Sterblichkeit auswirkt. Fast eine Million Teilnehmer wurden über 38 Jahre beobachtet. Die Studie zeigt, dass ein geringer Konsum von rotem und verarbeitetem Fleisch mit einem niedrigeren Sterberisiko verbunden ist. Besonders Herzkrankheiten und Krebs traten seltener auf.
Rotes und verarbeitetes Fleisch im Fokus
Rotes Fleisch wie Rind oder Schwein und verarbeitetes Fleisch wie Wurst oder Speck stehen im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Die Studie bestätigt: Wer wenig davon isst, hat ein um 1 bis 5 Prozent niedrigeres Risiko, an Herzkrankheiten oder Krebs zu sterben. Ein vollständiger Verzicht brachte jedoch keine zusätzlichen Vorteile. Die Forscher betonen, dass die Ernährung nur einmal zu Beginn der Studie erfasst wurde, was die Aussagekraft einschränkt.
Weißes Fleisch und vegetarische Ernährung
Weißes Fleisch wie Huhn oder Fisch zeigte in einigen Gruppen Vorteile. Männer, die nur weißes Fleisch aßen, hatten ein um 7 Prozent niedrigeres Sterberisiko. Auch bei Menschen mit gesundem Gewicht und älteren Teilnehmern über 80 war das Risiko geringer. Vegetarische Ernährung hatte dagegen keine einheitlichen Vorteile. Bei Männern war das Schlaganfallrisiko sogar erhöht.
Grenzen der Studie
Die Studie hat einige Einschränkungen. Die Ernährung wurde nur einmal erfasst, und Veränderungen über die Jahre blieben unberücksichtigt. Zudem waren fast alle Teilnehmer weiß, was die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Bevölkerungsgruppen einschränkt. Die Forscher weisen darauf hin, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, die keine Ursache-Wirkungs-Beziehung belegen kann.