Fossilfund schließt Lücke im Stammbaum der Quastenflosser
Ein lebendes Fossil
Der Quastenflosser ist ein faszinierender Fisch, der bereits seit etwa 400 Millionen Jahren existiert. Lange Zeit glaubte man, dass diese Fische mit dem Ende der Kreidezeit vor 65 Millionen Jahren ausgestorben seien. Doch 1938 entdeckte man lebende Quastenflosser im Indischen Ozean. Heute sind zwei Arten bekannt, die zur Gattung Latimeria gehören.
Eine überraschende Entdeckung
Ein 150 Jahre altes Fossil aus einem Londoner Museum hat sich als entscheidend für die Wissenschaft erwiesen. Das Fossil, das aus der frühen Kreidezeit stammt, wurde nun als neue Quastenflosser-Art identifiziert: Macropoma gombessae. Diese Entdeckung schließt eine wichtige Lücke im Stammbaum der Quastenflosser, die etwa 50 Millionen Jahre umfasste.
Technologie hilft bei der Forschung
Dank moderner Röntgentomografie konnten die Forscher das Fossil genau untersuchen. Diese Technologie macht es möglich, auch kleinste Details sichtbar zu machen. So entdeckten die Wissenschaftler große Poren unter den Augen des Fossils. Diese Poren sind Sinnesorgane, die dem Fisch halfen, Bewegungen im Wasser wahrzunehmen.
Leben in der Kreidezeit
Macropoma gombessae lebte in einer Meerestiefe von 90 bis 350 Metern. Der Meeresboden war schlammig und die Sicht schlecht. Die großen Poren halfen dem Fisch, Beute im trüben Wasser zu finden. Diese Anpassung zeigt, wie sich der Quastenflosser an seine Umgebung angepasst hat.