Gurkenwasser gegen Muskelkrämpfe: Was sagt die Wissenschaft?
Der Vorfall beim Fußball
Während eines Fußballspiels bekam Schiedsrichter Felix Zwayer einen Muskelkrampf. Ein Spieler half ihm, das Bein zu dehnen. Dann trank Zwayer Gurkenwasser. Kurz danach konnte er das Spiel fortsetzen. Gurkenwasser wird im Sport oft gegen Krämpfe eingesetzt. Aber hilft es wirklich?
Warum Gurkenwasser?
Gurkenwasser ist die Lake aus Gurkengläsern. Es enthält Salz und Essigsäure. Viele Sportler, besonders im American Football und Fußball, nutzen es. Die Idee ist nicht neu: Schon seit den 1990er-Jahren wird Gurkenwasser im US-Sport verwendet. Aber erst später untersuchte die Wissenschaft, ob es wirkt.
Wie entstehen Muskelkrämpfe?
Muskelkrämpfe können verschiedene Ursachen haben. Beim Sport entstehen sie oft durch Schwitzen und den Verlust von Flüssigkeit und Salzen. Eine andere Theorie sagt: Bei Ermüdung senden Nerven zu viele Signale an den Muskel. Dadurch verkrampft er. Wahrscheinlich spielen mehrere Faktoren eine Rolle.
Studien zu Gurkenwasser
Eine Studie aus dem Jahr 2010 zeigte: Gurkenwasser verkürzte Krämpfe schneller als Wasser. Aber die Studie hatte nur zehn Teilnehmer. Eine andere Studie aus dem Jahr 2021 fand keinen Unterschied zwischen Gurkenwasser und Wasser. Beide Studien waren klein und untersuchten nur künstlich ausgelöste Krämpfe. Ob Gurkenwasser auch bei natürlichen Krämpfen hilft, ist unklar.
Gibt es bessere Alternativen?
Magnesium wird oft gegen Krämpfe empfohlen. Aber die Wissenschaft ist skeptisch. Studien zeigen: Bei älteren Menschen mit nächtlichen Krämpfen wirkt Magnesium nicht besser als ein Placebo. Für Sportkrämpfe gibt es kaum Studien. Dehnen hilft bei akuten Krämpfen am besten.