Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff: Behörden handeln weltweit
Ausbruch des Hantavirus auf der MV Hondius
Auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius ist das Hantavirus ausgebrochen. Ein niederländisches Ehepaar war infiziert. Der 70-jährige Mann starb am 11. April an Bord. Seine Frau verließ das Schiff auf der Insel St. Helena und starb später in Südafrika. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigte fünf Fälle und drei Verdachtsfälle. Das Virus wird nur bei langem Kontakt übertragen.
Suche nach Kontaktpersonen
Weltweit suchen Behörden nach Menschen, die Kontakt mit den Erkrankten hatten. Die WHO betont, dass das Risiko für die Öffentlichkeit gering ist. Trotzdem gibt es Bedenken, weil die Inkubationszeit des Virus bis zu sechs Wochen betragen kann. In Deutschland wird eine Frau untersucht, die Kontakt mit einer verstorbenen Deutschen hatte.
Das Schiff steuert Teneriffa an
Die MV Hondius fährt jetzt zur spanischen Insel Teneriffa. Dort gibt es eine auf Epidemien spezialisierte Klinik. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder sollen untersucht werden. Das Schiff hatte seine Reise in Ushuaia, Argentinien, begonnen. Die argentinischen Behörden suchen jetzt nach der möglichen Quelle des Virus.
Kritik von Passagieren
Passagiere kritisieren, dass die Besatzung das Virus nicht ernst genommen hat. Es gab kein besonderes Verhalten an Bord, obwohl Menschen erkrankt waren. Es gab weiterhin Gedränge am Buffet, und Masken wurden nicht getragen.