Herbert Blomstedt: Der bescheidene Maestro ist tot
Ein berühmter Dirigent
Herbert Blomstedt war ein sehr berühmter schwedischer Dirigent von Weltruf. Er wurde am 11. Juli 1927 in den Vereinigten Staaten geboren, wo seine schwedischen Eltern lebten. Sein Vater war ein adventistischer Pastor und seine Mutter war Pianistin. Blomstedt studierte Geige in Stockholm und Dirigieren in New York. In Tanglewood arbeitete er mit Leonard Bernstein zusammen. Später leitete er bedeutende skandinavische Orchester und wurde Ehrendirigent der Wiener Philharmoniker und des NHK Symphony in Tokio. Er interessierte sich auch für alte und neue Musik.
Arbeit in Dresden
Von 1975 bis 1985 war Blomstedt Chefdirigent und Generalmusikdirektor bei der Staatskapelle Dresden in der DDR. Er sagte später: „Ich habe lange gezögert in einer kommunistischen Diktatur Chefdirigent zu werden.“ 2018 hielt er in der Semperoper eine Rede bei einem Konzert gegen rechte Gewalt in Chemnitz. Er forderte, dass Musiker Farbe bekennen müssen, denn Musik habe eine verbindende Kraft.
Ein bescheidenes Leben
Blomstedt wurde 99 Jahre alt und starb am 5. November 2026 in Göteborg. Er war sehr bescheiden und fuhr bei Tourneen oft mit dem Orchester im Bus. In Hotels verlangte er keine Sonderbehandlung. Er war Vegetarier, Nichtraucher und praktizierte Yoga. Sein Glaube an Gott war ihm wichtig. Er starb zu Hause im Kreis seiner Familie. Viele Menschen werden ihn vermissen.