Gericht in Hongkong verurteilt Demokratie-Aktivisten
Verurteilung wegen Gedenken
In Hongkong wurden zwei bekannte Aktivisten verurteilt. Chow Hang-tung (41 Jahre) und Lee Cheuk-yan (69 Jahre) haben jedes Jahr eine Mahnwache organisiert. Sie erinnerten an die Toten vom Tiananmen-Platz in Peking. Dort hat die chinesische Regierung 1989 viele Menschen getötet. Die Regierung in Hongkong sagt jetzt: Das war illegal. Die beiden Aktivisten wollten die Macht des Staates schwächen. Sie müssen vielleicht bis zu zehn Jahre ins Gefängnis.
Kritik aus dem Ausland
Viele Länder finden das Urteil nicht gut. Deutschland und Frankreich haben eine gemeinsame Erklärung geschrieben. Sie sagen: Chow Hang-tung hat sich für Menschenrechte eingesetzt. Sie soll sofort freigelassen werden. Auch die Europäische Union ist besorgt. Sie sagt: Die Menschen in Hongkong sollen ihre Meinung frei sagen dürfen. Sie sollen sich auch friedlich versammeln dürfen.
Warum ist das wichtig?
Früher durfte man in Hongkong an die Toten vom Tiananmen-Platz erinnern. Das war auf chinesischem Boden einmalig. Aber seit 2020 gibt es ein neues Gesetz. Die Regierung in China will damit die Demokratie-Bewegung in Hongkong stoppen. Jetzt wird jeder bestraft, der an das Massaker erinnert.