Iran verschärft Krise: Forderungen an USA für Öffnung der Straße von Hormus
Die strategische Bedeutung der Straße von Hormus
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean. Rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssigerdgastransports passiert diese Route. Seit Februar ist die Straße wegen militärischer Spannungen zwischen den USA und dem Iran blockiert. Der Iran stellt nun harte Forderungen für ihre Wiedereröffnung.
Irans Forderungen an die USA
Der Nationale Sicherheitsrat des Iran, geleitet von Präsident Peseschkian, verlangt von den USA mehrere Zugeständnisse. Dazu gehören: - Das Ende aller militärischen Bedrohungen gegen den Iran. - Die Aufhebung der Seeblockade iranischer Häfen. - Den Abzug aller US-Streitkräfte aus der Region. - Entschädigungszahlungen für Kriegsschäden. - Die Aufhebung aller Sanktionen und die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte.
Experten gehen davon aus, dass die USA diese Forderungen nicht akzeptieren werden. Präsident Trump könnte stattdessen militärische Maßnahmen ergreifen.
Verhandlungen mit Oman und aktuelle Angriffe
Der Iran verhandelt parallel mit dem Sultanat Oman über die künftige Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus. Eine Einigung steht kurz bevor. Allerdings betont der Iran, dass die Straße erst nach Erfüllung der US-Forderungen wieder geöffnet wird.
In der Zwischenzeit gab es weitere Angriffe auf Schiffe. Die Vereinigten Arabischen Emirate beschuldigen den Iran, einen Tanker angegriffen zu haben. Auch die britische Meeressicherheitsbehörde meldete einen Vorfall vor der Küste Omans.
Regionale Auswirkungen und internationale Reaktionen
Die Blockade der Straße von Hormus hat globale Auswirkungen auf den Ölmarkt. Gleichzeitig eskaliert die Gewalt in der Region. Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz griff eine saudische Ölanlage am Roten Meer an. Saudi-Arabien konnte den Brand in der Raffinerie von Dschisan löschen, doch die Angriffe zeigen die anhaltende Instabilität.