Könnte die Erde das Ende der Sonne überleben?
Das Schicksal der Sonne
In etwa fünf Milliarden Jahren wird unserer Sonne der Wasserstoff als Brennstoff ausgehen. Dann beginnt sie sich zu einem Roten Riesen auszudehnen. Sie wird dabei den rund 250-fachen Durchmesser von heute erreichen. Bisher gingen Wissenschaftler davon aus, dass die Sonne die Erde in dieser Phase verschlucken würde.
Neue Forschungsergebnisse
Neue Studien von Forschern der Katholieke Universiteit Leuven zeigen, dass die Erde möglicherweise beide Riesenphasen der Sonne überstehen könnte. Der Grund liegt im Massenverlust der Sonne. Wenn die Sonne altert, verliert sie einen großen Teil ihrer Masse. Dadurch wird ihre Anziehungskraft schwächer, und die Umlaufbahn der Erde könnte sich vergrößern. Gleichzeitig wirken aber auch Gezeitenkräfte, die die Erde näher an die Sonne ziehen.
Konkurrierende Kräfte
Zwei Kräfte entscheiden über das Schicksal der Erde: die Gezeitenkräfte und der Massenverlust der Sonne. Die Gezeitenkräfte entstehen durch Unterschiede in der Anziehungskraft und ziehen die Erde näher zur Sonne. Der Massenverlust der Sonne lässt die Erde weiter wegdriften. Welche Kraft stärker ist, ist entscheidend.
Die Zukunft der Planeten
Laut den Forschern werden Merkur und Venus auf jeden Fall von der Sonne verschluckt, weil sie zu nah an der Sonne sind. Der Mars könnte überleben, da er weiter entfernt ist. Die Erde liegt in einem Grenzbereich. Falls sie nicht verschluckt wird, wird sie trotzdem zu einem lebensfeindlichen Gesteinsplaneten, da alles Wasser verdampft. Die genauen Massenverlustraten der Sonne sind jedoch noch unsicher, sodass das endgültige Schicksal der Erde noch nicht sicher vorhergesagt werden kann.