Die Wissenschaft hinter dem Erkennen von KI-generierten Gesichtern
Was sind Deepfakes und warum sind sie ein Problem?
Deepfakes sind Bilder oder Videos, die mit künstlicher Intelligenz (KI) erstellt werden. Diese Technologie kann Gesichter so echt aussehen lassen, dass es schwer ist, sie von echten Fotos zu unterscheiden. Das ist ein Problem, weil Deepfakes für Betrug oder falsche Informationen genutzt werden können. Früher hatten Deepfakes oft sichtbare Fehler, aber moderne KI-Programme machen kaum noch Fehler.
Wie funktionieren KI-generierte Gesichter?
KI-Programme werden mit Millionen von echten Bildern trainiert. Wenn die KI ein neues Gesicht erstellen soll, kombiniert sie Merkmale aus diesen Bildern. Das Ergebnis ist ein Gesicht, das statistischen Durchschnittswerten entspricht. Diese Gesichter wirken oft perfekt: symmetrisch, schön und gut proportioniert. Aber genau das macht sie verdächtig, denn echte Gesichter sind selten so perfekt.
Warum wirken KI-Gesichter langweilig?
KI-generierte Gesichter sehen oft zu durchschnittlich aus. Sie haben keine kleinen Fehler oder Besonderheiten, die echte Gesichter einzigartig machen. Echte Gesichter haben Asymmetrien, individuelle Merkmale und Ausdrucksstärke. Diese kleinen Unvollkommenheiten machen uns einprägsam. KI-Gesichter wirken dagegen oft fade und langweilig.
Wie kann man Deepfakes erkennen?
Forscher der Australian National University haben herausgefunden, dass man lernen kann, KI-Gesichter zu erkennen. Sie trainierten Teilnehmer darauf, sechs Merkmale zu beachten: Symmetrie, Proportionen, Attraktivität, Ausdrucksstärke, Markanz und Einprägsamkeit. Teilnehmer, die auf diese Merkmale achteten, konnten doppelt so oft falsche Gesichter erkennen. Wichtig ist, auf kleine Abweichungen und individuelle Besonderheiten zu achten.